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[God save the Coasters] Tag 2.1: Chessington W. o. A.

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Runner Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied. Neu  09.02.2026 Montag, 09. Februar 2026 18:22
Avatar von Runner Runner Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied.
Dominik Leinen
Beilingen
Deutschland . RP
Nachdem wir am Anreisetag noch die fünf Achterbahnen des Adventure Island ganz für uns hatten, sollte uns der zweite Tag der God-save-the Coasters-Tour wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Denn unser heutiges Ziel würden wir uns wieder mit den normalen Besuchern teilen müssen. Ebenso wie das Frühstück mit den übrigen Hotelgästen. Und damit nicht alle 100 Tourteilnehmer gleichzeitig das Frühstücksbuffet stürmen und die begrenzten Plätze der Restauration belegen, hatte Dirk uns im Vorfeld anhand einer kurzen Umfrage (Frühaufsteher oder Langschläfer) in Gruppen mit festen Frühstückszeiten eingeteilt. Timm war als Frühaufsteher in Gruppe 1 gelandet und durfte gleich um 7 Uhr zum Frühstück, die Gruppen 2, 3 und 4 folgten dann im Abstand von jeweils 15 Minuten. Als Langschläfer war ich in Gruppe 4 somit erst um 7:45 Uhr an der Reihe. Leider war die Umfrage für mich etwas zu oberflächlich, denn ich bin zwar ein Langschläfer, brauche aber trotzdem meine Zeit für ein entspanntes Frühstück. Da die Abfahrt für 8:15 Uhr angesetzt war, hätte ich nichtmal eine halbe Stunde für das Frühstück gehabt, das war mir eigentlich zu stressig. Und ja, natürlich hätte auch ich wie andere Teilnehmer um einen Wechsel der Gruppe bitten können. Aber ich muss gestehen, dass ich die Sache nicht ganz so eng sah, da üblicherweise sowieso immer ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Als ich mich gegen 7:15 Uhr tatsächlich schon fertig gemacht hatte, ging ich also einfach mal schauen. Platz an den Tischen war noch reichlich vorhanden und die Schlange am Buffet überschaubar, also reihte ich mich ganz unauffällig eine halbe Stunde vor meiner Zeit ein. Auch an den übrigen Tagen der Tour war ich meist vorzeitig beim Frühstück (wenn auch nicht immer so deutlich), kontrollierte ja keiner und es wurde auch nie eng. Smilie :58: - Maxi - 394580 Zugriffe Wäre letzteres der Fall gewesen, hätte ich aber selbstverständlich zurückgesteckt und auf meine zugewiesene Zeit gewartet.

Frisch gestärkt - trotz zum Teil leicht krummer Messer - ging es schließlich ganz entspannt zum Bus, der uns in rund 20 Minuten durch Epsom in den nordwestlich benachbarten Stadtteil Chessington des Royal Borough (Königlicher Bezirk) of Kingston upon Thames - der seinerseits als einer von 32 London Boroughs zusammen mit der eigentlichen City of London zur britischen Hauptstadt gehört - brachte. Denn südlich des Ortes war 1931 der von Reginald Stuart Goddard gegründete Chessington Zoo eröffnet worden - der größte private Zoo Englands. Nach Goddards Tod 1946 übernahm die als Bauunternehmen gestartete und als Industriekonzern großgewordene Mediengruppe S. Pearson and Son (heute einfach nur Pearson) den Zoo. 1978 wollte das expandierende Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds den Chessington Zoo übernehmen, woraufhin Pearson seinerseits Madame Tussauds aufkaufte und die Tussauds Group gründete. Die wurde 1998 wiederum an Charterhouse Development Capital und 2005 weiter an Dubai International Capital verkauft. 2007 schlug dann Blackstone zu und fusionierte die Tussauds Group mit der zwei Jahre zuvor übernommenen Merlin Entertainments Group - wobei die ursprünglichen Madame-Tussauds-Einrichtungen (zusammen mit Alton Towers und Thorpe Park) zur Finanzierung des Deals an die private Investmentfirma Prestbury verkauft und für zunächst 35 Jahre zurückgeleast wurden. Aber zurück zum Chessington Zoo, der Anfang der 1980er Jahre mit sinkenden Besucherzahlen zu kämpfen hatte. Daher beauftragte Tussauds (unter anderem) einen gewissen John Richard Wardley, den Zoo zu einem Freizeitpark auszubauen. Als Chessington World of Adventures eröffnete einer der ersten kombinierten Tier- und Vergnügungsparks im Vereinigten Königreich schließlich 1987.


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Und nun nichts wie hinein in Britain's Wildest Adventure.


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Wir betraten den Park - nach einer Taschenkontrolle - gegen 9 Uhr über den Lodge Entrance.

Denn dort in der nordöstlichen Ecke des Parks befindet sich der Busparkplatz und der etwas teurere Express-Parkplatz. Seinen Namen hat der Eingang wohl vom 2007 in der Nähe eröffneten Safari Lodge Hotel - auch wenn das nach vier Jahren als Chessington Resort Hotel seit 2014 nun schlicht Safari Hotel heißt und zusammen mit dem 2014 eröffneten Azteca Hotel einen eigenen Zugang zum angrenzenden Zoo-Bereich besitzt. Wer dagegen den normalen Parkplatz ansteuert, stellt sein Fahrzeug südlich des Parks ab und betritt die World of Adventures über den dortigen Explorer Entrance. Neben den Eintrittskarten bekamen wir auch jeweils ein Wristband angelegt.


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Denn als kleines Extra durften wir zusammen mit den Hotelgästen an der Early Ride Time eine Stunde vor Öffnung des Parks teilnehmen. Smilie :761: - speedfreak - 265999 Zugriffe


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Bei der Wanderung durch den Park fiel mein Blick direkt auf dieses etwas älter anmutende Gebäude.


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Was heute den Walk Through Room on the Broom beherbergt, stellt tatsächlich den Ursprung des Parks dar.

Denn das ursprünglich vermutlich Chessington Lodge genannte Herrenhaus soll bereits 1348 erbaut worden sein. Im Englischen Bürgerkrieg (1642-1660) diente das Gebäude als Stützpunkt der Cavaliers, also der Anhänger König Karls I. von England. Die parlamentarischen Roundheads unter Oliver Cromwell brannten das Gebäude schließlich nieder. Nach dem Wiederaufbau wurde das Herrenhaus The Burnt Stub (der verbrannte Stumpf) genannt und wohl zu einem Wirtshaus umfunktioniert. Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb de Familie Vere Barker das Anwesen, welches kurz darauf erneut durch ein Feuer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Familie investierte 1919 in eine umfassende Renovierung, um das Herrenhaus im alten Glanz wiederherzustellen. Und 1931 erwarb schließlich Goddard das Anwesen, um auf dem zugehörigen Gelände seinen Zoo einzurichten.


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Das rechts in blau durch die Bäume schimmernde Sea Life Aquarium kam jedoch erst 2008 nach der Vereinigung mit Merlin hinzu.


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Der Weg führte uns vorbei an den noch geschlossenen Attraktionen der Shipwreck Coast.


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Auch den Trail of the Kings mit Asiatischen Löwen, Waldhunden, Westlichen Flachlandgorillas und Karakals ließen wir links liegen.


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In den Bereich Wild Woods bogen wir zwar ab, wurden aber nach einigen Metern wieder zurückgepfiffen. S


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Es handelt sich nämlich um eine Sackgasse und die dortigen Attraktionen waren auch nicht Teil der Early Ride Time.


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Auch die nächsten Achterbahnschienen hinter dem 2022 eröffneten Zamperla Watermania mussten noch etwas warten.


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Denn die Early Ride Time beschränkte sich im Grunde auf die World of Jumanji.


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Die wurde 2023 auf einer früheren Freifläche zwischen Haupteingang, Parkplatz und Wild Woods eröffnet.


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Eingerahmt wird die auf der gleichnamigen Filmreihe basierende Welt vom B&M Wing Coaster Mandrill Mayhem.


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Ansonsten reichte das Budget nur noch für SBF, die mit Mamba Strike einen kleinen Scheibenwischer (Top Dancer)...


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und mit Ostrich Stampede einen Super Jumper beisteuerten. Daneben überzeugt der Bereich durch eine hübsche Landschaftsgestaltung.


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Allerdings fehlt mir persönlich noch irgendwas im Zentrum, meinetwegen auch nur ein kleiner Spielplatz oder so. Smilie :282: - soundmachine - 521649 Zugriffe


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Nach einer kurzen Fotorunde stellte ich mich zusammen mit unseren Busfahrern als letzter der Gruppe für die Achterbahn an.


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Nun hab ich Jumanji nie gesehen und weiß lediglich, dass man quasi in ein Brett- bzw. Computerspiel eingesaugt wird.


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Basierend auf diesem Schild wäre mein Spielcharakter dabei Explorer Saviour Brutal (sollen das Eigenschaften oder der Name sein? Smilie :12: - Dr. Weizenkeim - 901006 Zugriffe ).


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Professor Sheldon "Shelly" Oberon ist jedenfalls die in den neueren Filmen (2017, 2019 und wohl Ende 2026) von Jack Black verkörperte Figur.


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Glücklicherweise funktioniert das Dschungel-Theming für sich betrachtet auch ohne Jumanji-Kenntnisse.

Da hat man bei Merlin sicherlich auch schon an später gedacht. Wenn die Beliebtheit des Franchises nachlässt und man die Lizenz abgibt oder diese warum auch immer verliert, braucht man eigentlich nur die Schilder abnehmen. Der Rest ist dann doch so generisch, dass man auch einfach jede andere Dschungel-Story einbetten könnte.


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Nach etwa 20 Minuten wurde ich in Reihe 5 auf der linken Seite des Zuges zugeteilt. Zusammen mit einem Single Rider.


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Dessen ebenfalls als Single Rider zugeteilter Freund war in Reihe 6 gelandet und tauschte schließlich mit mir.


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Die siebte und letzte Reihe des Zuges wäre noch besser gewesen, die ist nämlich umgedreht.

Ich vermeide an dieser Stelle bewusst Begrifflichkeiten wie vorwärts und rückwärts, denn bei Mandrill Mayhem handelt es sich tatsächlich um die erste und bislang einzige Achterbahn aus dem Hause B&M ohne geschlossenen Rundkurs. Mit anderen Worten: Es handelt sich um einen Shuttle Coaster. Und zwar ein Launched Shuttle Wing Coaster.


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Die Fahrt beginnt mit einem eher sanften Launch in Fahrtrichtung der letzten Reihe aus der Station heraus.


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Nach dem kurzen LSM-Abschnitt taucht man dann doch recht abrupt in eine leichte Kurve ab.


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Der überhängende Jr. Scorpion Tail mit rund 20 Metern Höhe sorgte bei mir für ein unerwartet starkes Kribbeln im Bauch. S


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Auf das Schwungholen folgt bei Durchquerung der Station ein etwas kräftigerer Boost zur Absolvierung der eigentlichen Strecke.


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Eine ansteigende Linkskurve führt zum In-Line Twist über das Eingangsportal des Themenbereichs.


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Zurück am Boden folgt eine weitere Linkskurve, ein netter Umschwung und ein sanfter Schwenk zurück nach rechts.


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Der zweite LSM-Boost in einer leichten Senke direkt neben dem Wartebereich ist leider kaum spürbar.


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Dabei wäre am Ende des 405° Spiral Rollback um den Jaguar-Felskopf noch reichlich Platz bis zum Streckenende. Smilie :282: - soundmachine - 521649 Zugriffe


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Von dort geht es dann wieder zurück über den Boost, durch die beiden Kurven und die Rolle zur Station.

Mit nur 380 Schienenmetern ist Mandrill Mayhem der kürzeste aller 19 Wing Coaster. Allerdings wird die Strecke ja in beiden Richtungen absolviert, sodass man letztlich doch auf 760 Meter (abzüglich der Puffer an den Enden der beiden Spikes) kommt - was tatsächlich gar nicht mehr so weit vom Flug der Dämonen entfernt ist. Rein vom Layout gefällt mir die zwei Monate früher eröffnete kleine Schwester mit Rundkurs und klassischem Lift im Legoland Deutschland etwas besser, wenngleich die überhängende Spike hier in Chessington schon recht überzeugend war. Dafür hängt man im Spiral Rollback halt wie ein nasser Sack seitlich im Bügel, während der Zug langsam ausrollt. Die Fahreigenschaften sind zudem besser als bei Maximus. Kopfschmerzen verursachende Vibrationen waren nicht festzustellen, wenngleich ich teilweise den Eindruck hatte, der Zug würde die Strecke mit bis zu 72 km/h leicht hoppelnd zurücklegen. Insgesamt aber in jedem Fall eine schöne Bahn.


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Den Themenbereich Wild Asia auf der anderen Seite des Haupteingangs hatten wir leider verpasst.

Ursprünglich stand dort ein großes Zirkuszelt. Dieses musste für den im Jahr 2000 eröffneten Themenbereich Beanoland - thematisiert nach der britischen Comiczeitschrift The Beano - weichen. 2010 erfolgte dann die Umgestaltung zu Wild Asia, wobei mit Kobra auch ein Disc'O Coaster hinzugefügt wurde. Nach der Saison 2024 wurde der Bereich geschlossen und dieses Jahr erfolgte der Abriss, um Platz für die Neuheiten der Saison 2027 zu schaffen. Der Disc'O Coaster soll in neuem Gewand zurückkehren, hinzu kommen ein neuer Flatride und eine Indoor-Achterbahn. Viel mehr ist über den neuen Bereich noch nicht offiziell bekannt, es deutet aber einiges darauf hin, dass hier nach der World of Jumanji mit Minecraft die nächste Videospiel-/ Filmwelt Einzug halten wird.


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Unten den Augen der vor dem Parkeingang auf Einlass wartenden Besucher stellten wir uns schonmal gegenüber bei Dragon's Fury an.


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Der 2004 eröffnete Spinning Coaster von Maurer war zwar noch geschlossen, aber so kamen wir den drohenden Besuchermassen zuvor.


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Als es dann endlich losging, keimte leichter Unmut wegen der Operations auf. Fast alle Wagen waren mit nur 2 oder 3 Personen besetzt. Smilie :18: - Dr. Weizenkeim - 88927 Zugriffe


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Tatsächlich dürfen pro Wagen maximal 3 Erwachsene einsteigen.

Und eine Waage kontrolliert zusätzlich, dass dabei ein unbekanntes Gewichtslimit eingehalten wird. Wieso, weshalb, warum, kann aber wohl niemand mit Sicherheit sagen. Ich konnte lediglich eine Aussage finden, wonach die Gerüchteküche von einer zu kurz geratenen Blockbremse spricht. Allerdings gibt es bei der Wilden Maus des Parks identische Vorgaben, also maximal 3 Erwachsene und laut Webseite ein maximales Gesamtgewicht von 300 kg - wobei es dort komischerweise keine Waage zur Kontrolle dieses Gewichts gibt. Das lässt mich dann wieder eher an eine kapazitätsreduzierende Laune Merlins glauben...


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Aus der Station heraus geht es direkt den 15,5 Meter hohen Lifthill hinauf.


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Von dort geht es mit einer scharfen Rechtskurve in die Tiefe.


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Während der First Drop weiter minimal nach rechts führt, schwenkt man in der Senke kurz nach links und in der Auffahrt wieder nach rechts.


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Diese Auffahrt mündet in einer Horseshoe Turn, deren Ausfahrt ebenfalls so einen rechts-links-Schwenk beinhaltet.


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Mit einer etwas stärkeren Verschwenkung geht es dann hinauf in die erste Blockbremse, an die sich mal ein geradliniger Drop anschließt.


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Die Auffahrt biegt nach links in die zweite Blockbremse ab, dann folgt eine Helix um die Hängebrücken des Canopy Capers Spielplatzes.


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Unter der Blockbremse hindurch geht es auf einen wieder etwas krummen Airtimehügel.

Wiederum mit einer Linkskurve erreicht man Blockbremse Nummer drei, ehe eine komplette Abwärtshelix den Rückweg zur Station einleitet. Dafür reicht die vom ersten Lifthill aufgebaute Energie jedoch nicht mehr aus, sodass man nach einer Rechtskurve eine recht flache Rampe hinaufschießt, die sich als zweiter Kettenlift entpuppt. Es folgt ein flacher Slalom mit kaum gebankten Kurven, ehe die Strecke nochmal nach links abtaucht und mit einem Double Up die letzte Blockbremse erreicht.


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Von dort geht es dann mit einer letzten, verschwenkten Senke nach 520 Schienenmetern in die Schlussbremse.

Dragon's Fury hat mich echt positiv überrascht. Mal abgesehen von den gewohnt zu engen Maurer-Wägelchen, die noch dazu mit maximal drei Erwachsenen beladen werden (leider dennoch mit nur moderatem Spin bei meiner Fahrt), bietet die Bahn eine teils zwar ruppige, aber unerwartet intensive und abwechslungsreiche Fahrt, die mit dem zweiten Lifthill zudem länger war, als ich erwartet hatte. Kurzum: Einer der besten Spinning Coaster, den Maurer fabriziert hat.


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10 Minuten nach offizieller Öffnung des Parks hatten wir nun also schon die Hälfte der vier Achterbahnen im Sack. Smilie :333: - Chucky - 278252 Zugriffe


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Vom Land of the Dragons schlenderten wir daher recht entspannt am Rainforest mit den Treetop Hoppers vorbei.


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Auch die dortige Freilichtbühne, die Mane Stage, ließen wir links liegen.


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Unser Ziel war die schon angesprochene Wilde Maus direkt dahinter, die das letzte Überbleibsel des Themenbereichs Mexicana darstellt.


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Die gegenüberliegende Westernstadt, sowie der angrenzende Streichelzoo mussten den Helden der Paw Patrol weichen.

Hauptgrund für die große Baustelle mitten im Park war jedoch ein technischer Defekt an der bis dahin ältesten Achterbahn des Parks im Jahr 2022. Mit dem Ausbau zum Freizeitpark war der Mack Powered Coaster 1987 als Runaway Train in den World of Adventures eingezogen. Während der Saison 2013 blieb die Anlage geschlossen, um sie einer technischen Generalüberholung zu unterziehen und die marode Felskulisse zu entfernen. Ab 2014 drehte sie dann als Scorpion Express ihre Runden bis zum 31.07.2022, an dem sich besagter technischer Defekt ereignete. Es wird zwar - auch bei rcdb - von einem Feuer geschrieben, aber das muss dann ein recht kleines Feuerchen gewesen sein. Wahrscheinlich ist einfach nur einer der Antriebsmotoren abgeraucht. Allerdings blieb Scorpion Express seither geschlossen und man machte sich Gedanken über einen Ersatz. Im Dezember 2024 wurden schließlich die Baupläne für einen komplett neuen Themenbereich eingereicht, Anfang 2025 begannen die Bauarbeiten. Wenig später wurde bekannt gegeben, dass der neue Themenbereich der Kinderserie Paw Patrol gewidmet sein wird.


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Als neue Hauptattraktion entsteht eine Zierer-Achterbahn aus der Force-Reihe, bei der Schäferhund Chase die Hauptrolle spielen wird.

Es handelt sich wohl um eine gespiegelte Kopie des Farmyard Flyer im Paultons Park, den wir um Verlauf der Tour auch noch testen können sollten. Welcher Helfer auf vier Pfoten für den ebenfalls von Zierer vertriebenen Drifter Pate stehen wird, ist bislang noch nicht bekannt. Beim Samba Tower von Zamperla wird es Cockapoohündin Skye sein. Das Line-Up vervollständigt mit einem Crazy Bus ein weiteres Zamperla-Fahrgeschäft. Dieses ist allerdings keine neue Attraktion, sondern wird aus dem geschlossenen Wild Asia umgesetzt und umgestaltet.


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Aber zurück zur Wilden Maus, die leider noch streikte. Aber die Techniker waren immerhin schon an der Arbeit.


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Dennoch setzten wir unsere Runde über den Adventure Point zunächst fort.


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Aber natürlich nicht zum Essen, dafür war es noch etwas früh. Smilie :58: - Maxi - 394580 Zugriffe


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Auf Ärger mit dem Schleppnetzfischerboot in der Shipwreck Coast waren wir auch nicht aus.


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Ein Rockin' Tug von Zamperla, der 2022 aus dem Thorpe Park in den neugestalteten Themenbereich in Chessington umzog.


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Unser Ziel war der auf dem Weg zur Early Ride Time schonmal versehentlich angesteuerte Bereich Wild Woods.


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Denn dort findet sich mit Vampire die nach dem Abriss des Scorpion Express nun älteste Achterbahn des Parks.


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Ein sich durch dichten Wald windender Suspended Coaster von Arrow, der 1990 eröffnet wurde.


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2001 blieb die Bahn für eine Modernisierung geschlossen. Hierzu lieferte Vekoma neue Floorless-Züge.


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Das über die Jahre vernachlässigte Theming wurde schließlich zum 30. Geburtstag der Bahn 2020 erneuert.


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2025 gab es weitere neue Gestaltungselemente in der Queue. Auch wenn ich die nicht ganz verstanden habe. Smilie :12: - Dr. Weizenkeim - 901006 Zugriffe

Hier mussten wir dann auch tatsächlich etwas länger warten. Insgesamt eine gute halbe Stunde, wobei der Großteil des Wartebereichs eben unterhalb der Bahn im Wald verläuft. Gruppenweise geht es schließlich in das riesige Stationsgebäude, wo mich der düstere Höhlengang durchaus positiv überraschen konnte. Nach wenigen Windungen erreicht man die eigentliche Station. Eine große Halle mit dem Bahnhofsgleis auf der einen und einer nach unten führenden Rampe auf der anderen Seite.


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Rundherum ganz ansehnlich, aber mir persönlich im Innenraum etwas arg leer.


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Vom Beginn der Rampe ist ein Blick über die Wand auf die Schlussbremse und das Abstellgleis möglich.

Ursprünglich handelte es sich hier zugleich um Verschiebegleise. Sollte ein Zug von der Strecke genommen werden, wurden die Gleise zur Station hin verschoben, sodass der Zug auf dem Abstellgleis ankam und mit diesem wieder nach hinten verschoben wurde. Von dort konnte er dann auch weiter in die eigentliche Werkstatt rollen, welche sich um die Kurve zur Station herum erstreckt. Unmittelbar vor der Station befindet sich eine Weiche, über welche die Züge aus der Werkstatt dann wieder eingeschleust wurden. Allerdings sind die Vekoma-Züge etwas länger als die originalen Arrow-Züge, sodass sie nicht mehr auf das Verschiebegleis passten. Also wurde dieses fest verschweißt und die Züge müssen nun über die Weiche aus der Station heraus per Seilwinde rückwärts in die Werkstatt gezogen werden.


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Und am Ende der Rampe sitzt Phil Collins mal nicht am Schlagzeug, sondern als Vampir an einer Orgel. S

Jedenfalls soll das Gesicht des Animatronics auf einer Wachsfigur des bekannten Schlagzeugers und Sängers basieren. Leider sieht man die Figur halt nur von hinten, sodass sich das nicht wirklich verifizieren lässt. Eine zweite, identische Figur spielte im Restaurant Black Forest Chateau auf, ehe dieses zunächst zu einer McDonald's- und dann zu einer Burger-King-Filiale wurde. Inzwischen heißt der Laden Vampire's Burger Kittchen. Wir durften schließlich zu fünft einen größeren Teil der Warteschlange überholen, da man eine ungerade Anzahl von Passagieren suchte. Einer von uns durfte zu einem Einzelfahrer in die Front Row, die vier anderen verteilten sich auf die Reihen 2 und 3.


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Die Fahrt beginnt mit einem ersten Lifthill. Mit nur knapp über 20 Metern Höhe bleibt der Vampir dabei stets unterhalb der Baumwipfel.


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Mit einer Slalom-Abfahrt geht es über den Köpfen der Wartenden hinweg zu einer Aufwärtshelix.


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Es folgen ein weiterer Schlenker, eine Wendekurve und wieder Slalom, bis man den zweiten Lifthill erreicht.


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Direkt neben dem Zugang des Themenbereichs folgt ein kleiner Drop mit Kurve, wo die Wagen endlich mal richtig ausschwingen.


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Anschließend geht es wieder mit leichtem Slalom über die ehemals transsilvanische Dorfstraße hinweg.


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Und dann wieder zurück in den Wald, wo nach einer weiteren, längeren Slalom-Passage das Highlight der Fahrt wartet.

Mit einer weiten Rechtskurve taucht der Zug in einen Tunnel ab. Also genau genommen ist es nur ein Geländeeinschnitt, der mit einem Blechdach überbaut wurde. Dort erreicht Vampire seine Höchstgeschwindigkeit von gut 72 km/h. Die Besonderheit ist aber die Ausfahrt aus dem Tunnel, die ebenfalls als Rechtskurve ausgeführt ist. Allerdings handelt es sich nicht um eine durchgehende Kurve. Zwischen Ein- und Ausfahrt befindet sich im Tunnel noch eine kurze Gerade. Die Sitze schwingen bei der Einfahrt also nach links, pendeln auf der Geraden zurück nach rechts und werden dann in der Ausfahrt wieder abrupt nach links gerissen, was in einer Querneigung von etwa 90° resultiert.


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Danach ist der Spaß dann aber auch schon vorbei und man schlängelt sich abermals im Slalom zurück zur Station.


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Ich hätte mir mehr richtige Kurven mit entsprechendem Ausschwenken der Sitze statt der vielen kleinen Schlenker gewünscht. S

Zumal ich bei den Vekoma-Zügen teilweise den Eindruck hatte, die Kurvenabfolge passt nicht ganz zum Schwingverhalten - wenn ihr versteht, was ich meine. Ob das bei den originalen Zügen besser war, vermag ich freilich nicht zu sagen. Was mir zudem etwas negativ auffiel, war das Ruckeln der Wagen in Fahrtrichtung. Davon abgesehen empfand ich die Fahreigenschaften aber als einwandfrei und als Fan dieser Suspended Coaster bin ich froh, dass Vampire als letzte solche Bahn außerhalb Nordamerikas (von den ähnlichen Vekoma Swinging Turns, die inzwischen auch meist mit den Floorless-Zügen ausgestattet wurden, mal abgesehen) bis heute überlebt hat. Auch wenn das Layout mit Fokus auf Familientauglichkeit bei Weitem nicht an Bat in Kings Island herankommt und eher in der Liga von Iron Dragon in Cedar Point spielt.


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Den schlägt Vampire insbesondere durch die Lage im dichten Wald und die durchaus hübsche Passage über die Dorfstraße.


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An dieser liegt auch die zweite Attraktion des Themenbereichs, nämlich hinter den Fassaden zur Linken.

Zum Hersteller der Anlage gibt es leider verschiedene Angaben. In der englischen Wikipedia sind Leisure Tech und WGH als Hersteller eingetragen, an anderen Stellen beschränkt man sich auf den bekannteren Hersteller WGH. Laut Dark Ride Database soll die Anlage von Leisurtec (also da gibt es nichtmal Einigkeit über die Schreibweise) gebaut worden sein und WGH ein Jahr später neue Boote geliefert haben, weil die originalen wohl öfter untergegangen seien. Aber auch Mack Rides wird als Hersteller genannt, unter anderem von der Fan-Seite Chessington Buzz und von Garmendale, welche für 2017 den Lift der Anlage komplett erneuerten. Denn eröffnet wurde die Wasserfahrt als Professor Burp's Bubble Works. Im Kontrast zum düsteren Vampire gegenüber ging es hier eher bunt und lustig daher, während man durch eine mit zahlreichen Wortwitzen gespickte Limonadenfabrik im Comic-Stil schipperte. Professor Burp und sein Hund aus Getränkedosen wurden allerdings 2006 in Rente geschickt, denn man hatte sich dazu entschieden, einen Sponsor mit ins Boot zu holen. Und da Imperial Leather keine sprudelnden Getränke, sondern Toilettenartikel herstellt, wurde aus der Limonadenfabrik einfach eine Seifenfabrik gemacht. 2014 lief das Sponsoring aus und die Imperial-Leather-Schriftzüge wurden entfernt, nach der Saison 2016 wurde Bubble Works schließlich für immer geschlossen. Also die Bahn an sich blieb natürlich bestehen, lediglich die Technik wurde wie erwähnt erneuert. Aber im Zuge einer Umgestaltung zog im Folgejahr der Grüffelo aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Julia Donaldson aus dem Jahr 1999 ein, während zugleich der Themenbereich von Transylvania in Wild Woods umbenannt wurde.

Einige Minuten (ich glaube so 10 - 15) mussten wir im Outdoor-Wartebereich auf der Terrasse des Gebäudes warten, ehe wir eingelassen wurden. Dort geht es über eine Rampe hinauf, mit einer Brücke über den Kanal hinweg und dann direkt zum Einstieg. Die kleinen Rundboote sollen für vier Personen ausgelegt sein, unsere Fünfergruppe teilte sich daher auf 3 und 2 Personen auf. Dank der Hanglage ist die L-förmige Halle in diesem Teil einstöckig, während man hintenraus noch eine zweite Etage unter der Themenfahrt einziehen konnte. Dort befinden sich eben Station, Schlussbremse und Werkstatt von Vampire. Der Hauptteil des Gruffalo River Ride Adventure führt also über der Vampire-Station entlang. Dort wurde unser Boot dann zwischenzeitlich immer langsamer und schließlich trieben wir auch mehrmals ein Stück zurück. Offenbar gab es eine Störung und die Strömung hatte abgeschaltet. Wenig später ging dann auch das Wartungslicht an und eine Mitarbeiterin bahnte sich ihren Weg durch die Kulissen am Rande des Kanals, um sich bei den Insassen der antriebslosen Boote nach dem Wohlbefinden zu erkunden. Nach gefühlten 10 Minuten setzte die Strömung dann wieder ein und wir trieben weiter durch den Kanal. Leider noch mit dem "großen" Licht, das erst später auf dem Lift ausgeschaltet wurde. Das ließ die einzelnen Szenen noch leerer wirken, als sie eh schon waren. Angeblich sollen die neuen Grüffelo-Szenen mit deutlich mehr Projektionen und Ausschnitten aus dem 2009 erschienenen Grüffelo-Film nämlich zumindest teilweise einfach vor die deutlich plastischeren Bubble Works-Szenen gesetzt worden sein. Technik wie Lampen und Beamer waren zudem leider auch ohne Licht recht deutlich zu erkennen. Man hat also auch bei der jüngsten Neugestaltung einiges an Potential liegen gelassen, trotzdem fand ich die Gestaltung in weiten Teilen der Zielgruppe entsprechend ganz nett. Am Lift stockte es dann nochmal etwas, da die Boote den anschließenden kleinen Drop natürlich mit etwas Abstand absolvieren müssen. Zum Finale geht es dann noch im Zickzack durch einen größeren Raum mit mehreren Sprinklern und Wassertunneln. Das hat mich jetzt tatsächlich weniger überzeugt. Am Ausstieg reichte uns eine Mitarbeiterin dann die Hand, wurde allerdings von uns allen ignoriert - unhöflicherweise auch von mir. S Und da während unseres Herumtreibens schon die Meldung über die Öffnung der Wilden Maus in der Tour-Plaudergruppe eingetrudelt war, machten wir uns kurz vor Mittag natürlich sofort wieder auf den Weg dorthin.


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Animal Kingdom hat den Tree of Life, Chessington seit 2017 den Adventure Tree, unter dem sich ein Karussell versteckt. S


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Der Wartebereich der 1998 eröffneten Maurer-Maus befindet sich direkt unterhalb der Bahn.


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Und ist einfach aber tatsächlich recht hübsch gestaltet, wie wir während der etwa halbstündigen Wartezeit feststellen konnten.


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Inklusive einer namensgebenden Rattlesnake. Auch hier galt wie schon erwähnt ein Limit von 3 Erwachsenen pro Wagen.


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Fuhr sich tatsächlich sehr gut, nur die Bremsen waren etwas ruppig.


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Damit waren nun alle Haken gesetzt und wir konnten für eine Wiederholungsfahrt zu Mandrill Mayhem zurückkehren.


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Denn mein Namensvetter hatte die Bahn bislang ausgelassen, um dort seinen 100. Count feiern zu können. S


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Leider landete ich - nach nur gut fünf Minuten Wartezeit - wieder auf der linken Seite. Diesmal in Reihe drei mit doch etwas mehr Vibrationen.


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Das Land der Tiger ließen wir danach fatalerweise links liegen.


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Zwischen diesem und dem Rainforest konnten wir dafür einer Schildkröte Hallo sagen.


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Anstelle einer Oldtimerfahrt entstand im Regenwald 2020 eine Kinder-Wildwasserbahn von ABC nebst einer neuen Jeepfahrt.


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Die ferngesteuerten Jeeps und Boote gibt es aber schon länger - natürlich mit Geldeinwurf.


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Unser Ziel war der Croc Drop im Forbidden Kingdom gleich neben der Maus.


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Ein tatsächlich ziemlich cool gestalteter Drop'n Twist Tower von SBF mit einer Höhe von schnuckeligen 26 Metern.

Bis 2019 hatte diesen Platz der Huss Top Spin Rameses Revenge eingenommen, der optisch ähnlich spektakulär ein gutes Stück in den Boden eingelassen war. Zwei Fahrten mussten wir abwarten, was letztlich gute 10 Minuten dauerte. Dann durften wir uns mit den Fahrgästen für die nächste Fahrt vor dem Tor des ägyptischen Tempels versammeln. Die ausbleibende Reaktion auf seine Frage nach einem Single Rider zum Auffüllen der Gondel kommentierte der Mitarbeiter mit einem leicht resignierten "Aaand that's a No, apparently." Dann konnten wir den Tempel betreten und uns auf die 16 Sitze der Gondel verteilen. Die Fahrt selbst ist leider ähnlich lahm wie im Tatzmania.


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Aber die Inszenierung mit dem Krokodilmaul, Beleuchtung und dramatischem Soundtrack macht doch etwas her. Smilie :25: - Dr. Weizenkeim - 2106707 Zugriffe


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Gleich nebenan befindet sich der Shooting Darkride Tomb Blaster mit einer angeschlagenen Wartezeit von 25 Minuten.


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Davon entfielen schon fast 10 alleine auf das Durchschreiten der ambitionierten Queue, letztlich mussten wir nur zwei Fahrten abwarten. S


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Erst die Treppe rauf, über die Hängebrücke und einmal um den Hof vor dem eigentlichen Tempel herum.


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Dann wieder runter und in den (sehr schön gestalteten) Indoor-Wartebereich mit noch zwei Schleifen vor der Station.

Als die Themenfahrt 1987 als eine der Hauptattraktionen des neuen Freizeitparks eröffnet wurde, gab es diese Outdoor-Queue noch nicht. Damals handelte es sich auch noch nicht um einen ägyptischen Tempel, sondern um eine futuristische Computerwelt. Zusammen mit dem Roboter Zappomatic begaben sich die Besucher in einem instabilen Cyberspace auf Fehlersuche. Allerdings ließ die große Halle wohl viele Besucher eine Indoor-Achterbahn hinter 5th Dimension erwarten und die zusammen mit dem Autor Douglas Adams (Per Anhalter durch die Galaxis) erdachte Story erwies sich als etwas zu komplex, gerade für Kinder. Um der mangelnden Attraktivität entgegenzuwirken, erfolgte schon für die zweite Saison eine Anpassung der Handlung. Aus der Computerwelt wurde ein Fernseher und Zappomatic verfolgte den bösen Virus Gorg durch dessen fünf Dimensionen. Die Neuinterpretation erfreute sich tatsächlich großer Beliebtheit, dennoch war nach der Saison 1993 auch damit Schluss und das gesamte Sci-Fi-Thema musste dem Forbidden Kingdom weichen. Aus 5th Dimension wurde Terror Tomb und Zappomatic wurde durch den böswilligen Tourguide Abdab ersetzt, der während seiner Führung durch die ägyptischen Grabkammern keine Gelegenheit ausließ, die dort zu findenden Schätze zu stehlen - wofür er am Ende von den Mumien geschnappt und bestraft wurde. Während solche Umgestaltungen ja in der Regel eher negativ aufgefasst werden, soll Terror Tomb tatsächlich bei den meisten als deutliche Verbesserung sehr gut angekommen sein. Mit dem Fokus auf Familien war man 2001 allerdings der Meinung, die Horror-Elemente von Terror Tomb passten nicht mehr zur Ausrichtung des Parks, sodass die Fahrt für das Folgejahr abermals eine neue Story übergestülpt bekam. Außerdem sprang man auf den Zug der interaktiven Darkrides auf und stattete die Fahrzeuge mit Laserpistolen von Megazone aus. Abdab und diverse andere Animatronics verschwanden, dafür wurden die übernommenen Szenen mit bunt leuchtenden Zielen versehen. 2016 erfolgte eine Modernisierung mit neuen Pistolen von Lagotronics, die "unprofessionelle" Umsetzung der neuen Licht- und Soundtechnik sorgte allerdings für reichlich Kritik, sodass 2020 abermals eine Überarbeitung erfolgte.


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Nein, leider kein Count, auch wenn es zwischendurch eine Etage rauf geht. Sondern ein Darkride-Prototyp von Mack Rides.

Im Gegensatz zu anderen Shooting Darkrides fährt man hier nämlich nicht in wendigen Einzelwagen durch die Szenerie. Stattdessen kommen mit jeweils eigenem Motor ausgestattete Züge mit sechs drehbaren Wagen zum Einsatz, die unterwegs auch an einzelnen Szenen stehen bleiben können. Jeder Wagen bietet Platz für fünf Mitfahrer - zwei in der jeweils vorderen und drei in der jeweils hinteren Reihe. Macht bei vollbesetztem Zug also 30 rote Punkte, die da auf der Suche nach noch nicht abgeschossenen Zielen in der überraschend großen Szenerie umeinanderwuseln. Das macht es nicht gerade einfacher, den zur eigenen Pistole gehörenden Punkt auszumachen und vernünftig zu zielen. Auf weniger belagerte Ziele auszuweichen funktioniert aber auch nicht, die sind dann oft zu weit weg und lösen nicht aus. Also gerne weg mit den eh viel zu vielen leuchtenden Zielen, denn was mir dazwischen so ins Auge fiel, machte eigentlich einen sehr guten Eindruck. Stattdessen noch ein paar hübsche Animatronics und der ein oder andere Spezialeffekt, dann wäre das ein wirklich toller Darkride!


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Während meine bisherige Gruppe nun etwas essen wollte, schloss ich mich für den weiteren Weg einer anderen Gruppe an.

Der verbretterte Weg führte uns an der Paw-Patrol-Baustelle vorbei und über eine Versorgungsstraße hinweg zur Neuheit der Saison 2013 - Zufari. Leider mit einem wenig ansprechenden Zick-Zack-Wartebereich, in dem wir uns runde 40 Minuten die Beine in den Bauch stehen durften. Immerhin sorgte ein Mitarbeiter zwischenzeitlich für Erheiterung, denn da die Schlange bereits bis zum Eingang stand, öffnete er hinter uns eine weitere Schleife des Wartebereichs. Nachdem er das Tor hinter uns geschlossen und die übrigen Wartenden umgeleitet hatte, musste er allerdings feststellen, dass er nun auf der falschen Seite stand. Um zur Station zurückzukommen, musste er das Tor also nochmal öffnen und von unserer Seite aus wieder schließen. Sein Kommentar dazu: "Ich arbeite schon 10 Jahre hier, aber verratet's nicht." - also auf Englisch natürlich. S


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Zufari selbst ist ein Abklatsch der Kilimanjaro Safaris im Animal Kingdom.


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Als Basis für die Trucks kommen hier in Chessington Leyland DAF T244 zum Einsatz.

Während der Entwicklung des 4-Tonnen-LKWs für das britische Militär wurde Leyland Trucks 1987 von DAF übernommen, die ersten Fahrzeuge wurden unter der Marke Leyland DAF ab 1990 ausgeliefert. 1993 geriet DAF in Schwierigkeiten und Leyland wurde wieder abgestoßen. DAF wurde 1996 von Paccar aufgekauft, Leyland folgte 1998, sodass beide Marken heute wieder zum gleichen Unternehmen gehören - aber eben als separate Marken. Aber zurück zum T244, von dem bis 1995 rund 4.200 Fahrzeuge an das britische Militär ausgeliefert worden waren, weitere rund 200 gingen in den Folgejahren an andere Streitkräfte. In Großbritannien sollten die Trucks bis 2014 ausgemustert werden, was sehr gut zum Eröffnungsjahr von Zufari passt. Es handelt sich also sehr wahrscheinlich um ausgemusterte Armee-Fahrzeuge, die durch UK Loco mit einem neuen Aufbau versehen und im Safari-Stil gestaltet wurden.


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Nachdem wir in Reihe 6, also ganz hinten, zugeteilt wurden, schien es allerdings ein Problem mit einem der Trucks zu geben.

Der Fahrer diskutierte mit den übrigen Mitarbeitern in der Station und zwischenzeitlich wurde aus dem Operator-Häuschen ein Infrarot-Thermometer herausgereicht. Wo genau man damit die Temperatur messen wollte, konnte ich allerdings nicht erkennen und auch die Diskussionen waren leider nicht zu verstehen. Die Stations-Mitarbeiter rotteten sich schließlich zusammen, während sich der Fahrer lediglich auf eine Entscheidung wartend immer wieder aus dem Fenster lehnte. Irgendwann fuhr er dann endlich ab und wir konnten in den nächsten Truck einsteigen.


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Im Norden des Parks führt die Fahrt unter dem Zugangsweg hindurch zwischen dichter Vegetation entlang bis man auf Giraffen trifft.


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Mit bestem Blick über das Wanyama Reserve auf das Safari-Hotel des Parks.


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Während der Umrundung des Giraffen-Stalls wurde dreimal kurz gestoppt.


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Was unterdessen über die Lautsprecher erzählt wurde, konnte ich allerdings nicht so gut verstehen. Smilie :282: - soundmachine - 521649 Zugriffe


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Weiter ging es zu den Antilopen.


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Die mit Nashörnern zusammenleben. Und das begann plötzlich loszupreschen und hielt auf unseren Truck zu. Smilie :184: - AngelRides - 100304 Zugriffe


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Der Fahrer trat aufs Gas, denn für eine Kollision mit einem Nashorn sind die Trucks wohl eher nicht ausgerüstet.

Glücklicherweise waren wir offenbar nicht das Ziel des wildgewordenen Rhinozeros. Das Tier verfolgte - ohne erkennbaren Grund - eine weglaufende Antilope, die plötzlich den Weg unseres Trucks kreuzte und den Fahrer zu einer Vollbremsung zwang. Hatten wir in der hinteren Reihe schon zuvor immer mal wieder leichte Airtime-Momente erlebt, hoben wir dabei nun regelrecht von unseren Sitzen ab. Welche Energie hinter der Vollbremsung lag, zeigte sich auch an den Türen des Trucks, die bei der starken Verzögerung aufsprangen. Das dürfte meiner Meinung nach eigentlich unter keinen Umständen passieren. S Die meisten außen sitzenden Mitfahrer zogen die Türen natürlich sofort wieder zu. Der Fahrer schien dennoch mehrfach eine Ansage machen zu wollen, in der er vermutlich zur Schließung der Türen auffordern wollte. Die kamen allerdings nicht an, aus den Lautsprechern war jedes Mal nur ein Knacken zu hören. Irgendwann war dann aber doch auch die letzte Tür wieder verschlossen und es konnte endlich weiter gehen.


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Das Nashorn verhielt sich nach dem kurzen Sprint auch wieder völlig friedlich. Smilie :282: - soundmachine - 521649 Zugriffe


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Und zum Finale geht es noch durch eine kleine Höhle mit ganz coolen Schmetterlings-Projektionen.

Ein paar Tiere mehr hätten es gerne sein dürfen, insbesondere in Anbetracht der längsten Wartezeit des Parks. Trotzdem finde ich es gut, dass man sich ein Beispiel an Disneys Animal Kingdom genommen hat und eine solche ja durchaus personalintensive Attraktion in der World of Adventures betreibt. Ich find's einfach cool, auf der Ladefläche eines Offroad-Trucks über Bodenwellen zu rumpeln und dabei aus dem Sitz gehoben zu werden. S


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Anschließend ging es zurück zum bisher ausgelassenen Land der Tiger.


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Denn dort fehlte mir mit der Wildwasserbahn Tiger Rock noch die zweite verbliebene Attraktion aus dem Eröffnungsjahr der World of Adventures.


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Damals noch als Dragon River (und ab 1999 als Dragon Falls) mit Fernost-Fokus ohne Tiger im Themenbereich Mystic East.

Highlight der Mack-Anlage mit zwei Schussfahrten waren damals ein Tunnel mit Drachenmaul nach dem ersten Drop und zwei große, den zweiten Drop säumende Steinköpfe, die Angkor Wat repräsentieren sollten. Leider ließ auch hier die Pflege der Kulissen zu wünschen übrig, sodass zunächst 2005 die Felskulisse rund um den zweiten Lifthill (mit Ausnahme des oben zu sehenden Buddhas, der bis heute überlebt hat) und 2013 die Steinköpfe am zweiten Lift, sowie ein Teil des Tunnels abgerissen werden mussten. Zur Saison 2018 erfolgte dann die Umgestaltung des Themenbereichs zum Land of the Tiger und der Wildwasserbahn zu Tiger Rock.


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Hierzu wurde rund um die Bahn ein großes Tiger-Gehege angelegt, welches zudem mit den Wegen des Themenbereichs interagiert.

Allerdings nicht so, wie ich mir das vor Ort dachte. Vergeblich suchte ich den Themenbereich nach einem Zugang zu diesem Weg quer durch das Tigergehege samt Brücken über die regulären Wege ab, in der Hoffnung von dort oben einen der Tiger sehen zu können. Irgendwann fiel dann der Groschen, dass man sich hier doch etwas anderes ausgedacht hatte (und natürlich hatte ich das damals zur Eröffnung auch gelesen, aber zwischenzeitlich wohl wieder verdrängt Smilie :927: - Maliboy - 149619 Zugriffe ). Das sind keine Brücken für Besucher, sondern Tiger Crossings, mit denen die Tiere über den Köpfen der Besucher von einer Seite des Weges zur anderen gelangen. Also wenn sie denn wollen, ich habe leider keinen einzigen Tiger sehen können.


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Denen war wahrscheinlich das Wetter zu britisch, denn es hatte gerade angefangen zu nieseln. Smilie :58: - Maxi - 394580 Zugriffe


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Anstelle der Angkor-Wat-Köpfe schmückt außerdem nun ein großer Tigerkopf den finalen Drop der Wildwasserbahn.


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Allerdings sah dieser wie der Rest der Bahn ziemlich trocken aus...

Und tatsächlich meldete sich alsbald eine Gruppe von FKFlern, die vor dem zweiten Drop in 15 Metern Höhe festhingen und schließlich evakuiert wurden. Das ließ befürchten, dass sich die Wiederinbetriebnahme der Wildwasserbahn noch etwas hinziehen würde. Somit musste ich leider auf Tiger Rock verzichten, denn da sich von Chessington aus ein Abstecher am besten umsetzen ließ, wollten wir in Kürze zum Alibi-Sightseeing nach London aufbrechen. Statt der ins Wasser gefallenen - oder sagt man hier ins Trockene gefallenen? - Wildwasserbahnfahrt entschied ich mich daher, die verbliebene Viertelstunde für eine schnelle Runde durch den bisher ebenfalls vernachlässigten Zoo zu nutzen. Beginnend zwischen Zufari und den Hotels.


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Mit einem noch längeren Bretterweg an Zufari vorbei und über einen weiteren Versorgungsweg hinweg.


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Hier und da zumindest etwas aufgelockert durch ein paar Volieren.


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Mit einem in Südostasien heimischen Malaienkauz.


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Kronenkraniche aus Westafrika und der Sahelzone.


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Schließlich gelangt man zum Gehege der Sumpfantilopen, auch Wasserkudus genannt.


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Esel gibt es auch.


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Ebenso wie Zebras. Den Weg zum kleinen Aussichtsturm sparte ich mir aber, die Savanne hatte ich ja schon von Zufari überblickt.


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Wer im angrenzenden Hotel übernachtet, kann das Wanyama Village & Reserve auch vor und nach Parkschluss besuchen.


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Inklusive der schnuckeligen Dikdiks.


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Zwischen Hotel und Sea Life befinden sich weitere Volieren...


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die dank des 2014 eröffneten Amazu Treetop Adventure auch von oben begutachtet werden können.


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Nebenan tummeln sich einige Waschbären.


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Und vor dem Sea Life drehen Pinguine ihre Kreise im kleinen Außenbecken.


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Damit war ich wieder in der Nähe des Eingangs, über den wir am Morgen den Park betreten hatten.


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Abgesehen von der Wildwasserbahn hätte ich auch Room on the Broom gerne noch mitgenommen. Aber die Zeit drängte.


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Meine Begleiter warteten kurz nach 15 Uhr nämlich schon on the Otter Side des besagten Parkeingangs... Smilie :58: - Maxi - 394580 Zugriffe


Fazit: Meine Erwartungen an Chessington World of Adventures waren ehrlicherweise nicht allzu hoch, da es sich um einen vergleichsweise eher kleinen Park unter Merlin-Führung handelt. Aber ich wurde positiv überrascht. Sicherlich nicht zuletzt, da es sich quasi um den Gründungspark der ehemaligen Tussauds Group handelte, der dank seines Ursprungs als Zoo mit reichlich Vegetation und Grünflächen überzeugen kann. Auch die thematische Gestaltung der Attraktionen empfand ich als simpel, aber dennoch größtenteils gelungen - vor allem natürlich dort, wo John Wardley noch seine Finger im Spiel hatte. Lediglich die umgestaltete Grüffelo-Wasserfahrt konnte nicht so ganz überzeugen - hier wurde ein Teil des Eindrucks allerdings auch von der zwischenzeitlichen Störung beeinträchtigt. Ansonsten sind Vampire und Dragon's Fury eindeutig die Highlights des Parks, Mandrill Mayhem hat mir aber auch recht gut gefallen. Und mit dem neuen Paw-Patrol-Coaster und der geplanten Indoor-Achterbahn stehen auch schon wieder gute Gründe für einen Wiederholungsbesuch in Chessington in den Startlöchern. Dann auch gerne mit etwas weniger Zeitdruck, die letzte halbe Stunde mit finalem Sprint durch den Zoo war nach dem eigentlich sehr entspannten Vormittag doch etwas arg stressig und wurde dem Park schlichtweg nicht gerecht.
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UP87 Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied. Neu  10.02.2026 Dienstag, 10. Februar 2026 07:36
Avatar von UP87 UP87 Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied.


Deutschland . NW
Runner
Fuhr sich tatsächlich sehr gut, nur die Bremsen waren etwas ruppig.


Oh... ich fand sie eher traumatisierend. Während ich letzten Sommer anstand, hatte ich mich über die 1,4m Mindestgröße amüsiert. Ich saß dann später alleine in einem Wagen und fragte mich, warum das Ding überhaupt noch offen ist. Fast ungetrimmt, sehr harte Kurven und die Bremsen, die gegriffen haben, haben gefühlt versucht mir die Rippen zu zertrümmern. Also für mich war das die mit Abstand schlechteste Wilde Maus, die ich bislang gefahren bin.
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